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Ergotherapeutisches Hirnleistungstraining/Neuropsychologisch orientierte Behandlung

Ergotherapeutisches Hirnleistungstraining/Neuropsychologisch orientierte Behandlung

Definition:
Ein ergotherapeutisches Hirnleistungstraining/eine neuropsychologisch orientierte ergotherapeutische Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Schädigungen der mentalen Funktionen, insbesondere der kognitiven Schädigungen und der daraus und vor dem Hintergrund der individuellen Kontextfaktoren resultierenden Beeinträchtigungen von Aktivitäten und ggf. der Teilhabe.

Das neuropsychologisch orientierte ergotherapeutische Hirnleistungstraining als Einzeltherapie zeichnet sich dadurch aus, dass Schädigungen der mentalen Funktionen so spezifisch wie möglich trainiert werden, d. h. ohne andere und/oder komplexe Hirnleistungen zu beanspruchen.

Im Gegensatz dazu werden beim Hirnleistungstraining als Gruppentherapie (3 - 6 Pati- enten) komplexe, kognitive Funktionen gerade unter gruppendynamischen Aspekten besonders trainiert. Eine Gruppentherapie kann nur dann erfolgen, wenn der Patient keine ständige direkte therapeutische Intervention benötigt.

Indikationen:
Hirnleistungstraining/Neuropsychologisch orientierte Behandlung ist bei krankheitsbedingten Schädigungen mit Beteiligung des zentralen Nervensystems, bei psychischen/psychosomatischen sowie demenziellen Erkrankungen und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen von Aktivitäten und ggf. der Teilhabe angezeigt.

Therapeutische Wirkungen

  • Stabilisierung/Besserung globaler mentaler
    • Funktionen Funktionen des quantitativen und qualitativen Bewusstseins
    • Funktionen der Orientierung zu Zeit, Ort und Person
    • Funktionen der Intelligenz
  • Stabilisierung/Besserung spezifischer mentaler Funktionen
    • Funktionen der Aufmerksamkeit (z. B. selektive und geteilte Aufmerksamkeit Daueraufmerksamkeit)
    • Funktionen des Gedächtnisses (z. B. Kurz- und Langzeitgedächtnis)
    • Funktionen der Wahrnehmung (z. B. visuelle, auditiv, räumlich-konstruktive Wahrnehmung)
    • Funktionen des Denkens (z. B. Denktempo)
    • Höhere kognitive Funktionen (z. B. Abstraktionsvermögen, Handlungsplanung, Urteilsvermögen, Problemlösungsvermögen)
    • Kognitiv-sprachliche Funktionen (z. B. Sprachverständnis, sprachliches Ausdrucksvermögen)
    • Funktionen, die die Durchführung komplexer Bewegungshandlungen betreffen (z. B. Praxie)
    • Funktionen der Selbst- und Zeitwahrnehmung
  • Wiederherstellung/ Verbesserung von Sinnesfunktionen
    • Funktionen des Gesichtsfelds
    • Vestibuläre Funktionen
    • Funktionen des Tastens, Druck-, Berührungs- und Temperaturempfinden
  • Stabilisierung/Aufbau von Aktivitäten aus dem Bereich Lernen und Wissensanwendung
    • elementares Lernen (z. B. Nachahmen, Üben, sich Fähigkeiten aneignen)
    • Wissensanwendung (z. B. Aufmerksamkeit fokussieren, Probleme lösen)
  • Stabilisierung/Aufbau von Aktivitäten aus dem Bereich Allgemeine Aufgaben und Anforderungen
    • Einfache und komplexe Aufgaben übernehmen
    • Planung und Durchführung der täglichen Routine
    • Umgang mit Stress und psychischen Anforderungen
  • Stabilisierung/Aufbau der Kommunikation
    • Kommunizieren als Sender und Empfänger
    • Konversation (z. B. eine Unterhaltung beginnen und aufrechterhalten)
  • Stabilisierung/Aufbau von Aktivitäten der Mobilität
  • Gehen unter Dual-Task-Bedingungen (z. B. beim Tragen von Gegenständen und gleichzeitiger Unterhaltung) Transportmittel benutzen
  • Aufbau/ Verbesserung interpersoneller Interaktionen und Beziehungen
  • Einfache und komplexe interpersonelle Interaktionen (z. B. situationsgerechtes Verhalten)
  • Besondere interpersonelle Beziehungen (z. B. formelle Beziehungen, Familienbeziehungen)
  • Stabilisierung/Aufbau der Selbstversorgung, des häuslichen und wirtschaftlichen Lebens
    • Körperpflege und sich kleiden
    • Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs beschaffen c) Haushaltsaufgaben
    • Umgang mit Hilfsmitteln und technischen Produkten
    • Elementare und komplexe wirtschaftliche Transaktionen
  • Stabilisierung/Aufbau von Aktivitäten des Gemeinschafts- und sozialen Lebens

Therapeutische Ziele:

  • Entwicklung/Wiederherstellung und Erhalt
    • der zur Alltagsbewältigung benötigten kognitiven Fähigkeiten
    • von Handlungskompetenz zur Bewältigung allgemeiner Aufgaben und Anforderungen
    • kommunikativer und sozial-interaktiver Kompetenzen
    • der Mobilität im Alltag, auch mit Hilfs- und/oder Verkehrsmitteln e) der eigenständigen Selbstversorgung
  • Erlernen von Kompensationsstrategien, ggf. unter Berücksichtigung vorhandener Hilfsmittel und Adaptionen des Lebensumfelds
  • Entwicklung und Verbesserung der Krankheitsbewältigung, Aufbau von Selbst- wirksamkeit
  • selbstbestimmte Lebensgestaltung
  • Erlangung von Alltags- und Handlungskompetenz im Umgang mit Hilfsmitteln, technischen Produkten und Adaptionen des Lebensumfelds

Leistung:
Zur Leistung zählen insbesondere:

  • Hirnleistungstraining mit Realitäts- und Biographiebezug, individuell adaptierten Therapieprogrammen, am PC (*)
  • Neuropsychologisch orientiertes Hirnleistungstraining (*), einschließlich spezifischem und selektivem Training einzelner beeinträchtigter Funktionen (z. B. Gesichtsfeldtraining)
  • Handlungsorientiertes Training von Aktivitäten und Fertigkeiten in alltagsnahen Situationen (z. B. Straßenverkehr, Sach- und Geldgeschäfte), mit Programmen der virtuellen Realität oder durch alltagsbezogene Übungen (z. B. Rollenspiele, Ausfül- len von Formularen)
  • AOT (Alltagsorientiertes Training)
  • Handwerkliche, gestalterische und spielerische Methoden
  • Handlungsorientiertes Training der kommunikativen Fähigkeiten, auch am PC
  • Projektgruppen, Rollen- und Regelspiele
  • Training zur Verbesserung des Lernverhaltens und der Grundarbeitsfähigkeiten
  • Training, Beratung und Schulung im alltagsbezogenen Umgang mit bestehenden Beeinträchtigungen, ggf. unter Einbeziehung von Angehörigen, Betreuungs- und Pflegepersonen
  • Erlernen von Kompensationsstrategien und des Umgangs mit externen Hilfen
  • Beratung zur Auswahl, Nutzung von und Training mit Hilfsmitteln, inkl. Alltagshilfen (*)
  • Adaptionen des Lebensumfelds
  • Abstimmung der Therapieziele und -leistungen mit anderen Behandlern bzw. relevanten Dritten
 
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